Kritken zu Filmen & Serien
96 Hours (2008) Kritik | MOVIE-INFOS
Hits: 30974 | Besucherwertung: Note 2
mehr Infos zu 96 Hours 96 Hours
(Taken, Frankreich 2008)

Studio/Verleih: Europa Corp. / 20th Century Fox
Regie: Pierre Morel
Produzent(en): Luc Besson, Didier Hoarau, Pierre-Ange Le Pogam, Michael Mandaville, India Osborne
Drehbuch: Robert Mark Kamen, Luc Besson
Kamera: Michel Abramowicz
Musik: Nathaniel Mechaly
Genre: Action / Thriller
Darsteller:
Liam Neeson, Famke Janssen, Maggie Grace, Xander Berkeley, Katie Cassidy, Leland Orser, Jon Gries, David Warshofsky, Olivier Rabourdin, Holly Valance
 
Inhalt:
Bryan Mills (Liam Neeson), ehemaliger Topagent der Regierung, hat sich nach Los Angeles zurückgezogen, um in der Nähe seiner Ex-Frau Lenore (Famke Janssen) und ihrer gemeinsamen Tochter Kim (Maggie Grace) zu wohnen. Vergeblich bemüht er sich um Kontakt zu der verwöhnten Siebzehnjährigen, die in einer Welt des Luxus lebt, seit Lenore einen reichen Geschäftsmann geheiratet hat.

Unter dem Druck von Leonore stimmt Bryan einer Europareise seiner Tochter zu. Kim fliegt mit ihrer Schulfreundin Amanda nach Paris, wo die beiden Teenager kurz nach ihrer Ankunft in die Fänge von Menschenhändlern gelangen, die systematisch die Aufenthaltsorte junger Touristinnen sondieren.

Bryan muss das brutale Kidnapping am Telefon hilflos mit anhören. Ihm bleiben nur 96 Stunden, seine Tochter aus den Fängen der international operierenden Schlepperorganisation zu befreien, bevor sie für immer verschwindet…
 
Kino-Start (D): 19.02.2009
Kino-Start (USA): 19.09.2008
Laufzeit: 93 Minuten
Altersfreigabe: ab 16 Jahren
MI-Score:
9/10 (85%)
 
mehr Infos zu "96 Hours" mehr Infos zu "96 Hours" | zur Übersicht zur Übersicht | Kritik einsenden Kritik einsenden

Kritik von Spike1981 (Movie-Infos):
Am Action-Genre scheiden sich manchmal wirklich die Geister. Nach den Hits der 80er wie "Stirb Langsam", "Rambo", "Lethal Weapon" und Co. gingen die neueren Vertreter dieses Genres zum Teil leider zu stark in Richtung Bombast und vergaßen das eigentlich Wesentliche, auf das jeder Fan steht: handwerklich toll gemachte, realistische und glaubhafte Action. Erst die "Bourne" Trilogie sowie die beiden letzen "James Bond" Filme mit Daniel Craig sind gewisserweise als eine Art Trendwende im Genre zu sehen.

Da kommt mit 96 Hours nun ein Streifen, der mich vorher null interessiert hat. Nach den vielen guten Reviews in unserem Forum habe ich ihn mir aber doch mal angeschaut und war durchweg positiv überrascht. Hatte einen stupiden Actionfilm erwartet - bekommen habe ich aber einen der intelligentesten und vor allem von der Thematik realistischten Actionthriller der letzten Jahre.

Liam Neeson, der mein vollstes Beileid für den Tod seiner Frau hat, ist hier in einer ungewohnt körperbetonten Rolle zu sehen. Dass ein sehr guter und vor allem wandelbarer Schauspieler ist, hat er schon mehrfach bewiesen. Von Charakterrollen wie in "Kinsey", "Michael Collins" und "Schindlers Liste" bishin zu Blockbuster-Rollen als Bösewicht in "Batman Begins" oder Jedi-Ritter in "Star Wars" hat der gebürtige Nordire schon alles gespielt. Umso überraschter war ich, ihn in einer Rolle zu sehen, die von der Veranlagung her gut zu Genre-Vertretern wie Jack Bauer ("24"), Jason Bourne ("Bourne" Trilogie) oder auch John McClane ("Stirb Langsam" Reihe) passen würde. Anders als die meisten Schauspieler im Action-Genre sind Neesons Fähigkeiten jedoch nicht alleine auf das Aufspüren und Ausschalten seiner Filmgegner limitiert, was beides fraglos astrein realisiert wurde. Wenn sich Ex-Agent Bryan Mills um die Liebe seiner Tochter müht, nimmt man ihm das auf Grund Neesons Schauspielstärke auch ab. Genauso glaubhaft sind die sorgsam dosierten ruhigen Momente des Films, in denen aus dem Gesicht des kompromisslosen Rächers dann doch der besorgte Vater blickt.

"Taken", bzw. im Deutschen kurioserweise mit der englischen Bezeichung 96 Hours tituliert, ist natürlich voll und ganz auf die Stärken seines Hauptdarstellers ausgelegt, der den Film jedoch scheinbar mit Leichtigkeit auf seinen Schultern trägt. Schauspielerisch ist da wenig Platz für andere Entfaltungen: "X-Men" Mutant Famke Janssen kommt in ihren wenigen Szenen nicht über die Rolle der besorgten Mutter hinaus, Xander Berkeley bleibt ebenfalls kein Raum für Entfaltung - um die beiden geht es aber auch kaum. Im Zentrum des Films stehen nunmal Vater und Tochter. Letztere wird verkörpert von "Lost" Star Maggie Grace, die sich schauspielerisch kein Bein ausgerissen hat, jedoch trotzdem in der Rolle überzeugt.

Erfreulich ist die ungewohnte Oldschool-Art des Films. Setzen viele Hollywood-Actioner mittlerweile auf immer bombastischer explodierende Autos, Schiffe, Hubschrauber und Co., so kann 96 Hours mit handfester, handgemachter und vor allem realistisch wirkender Action punkten, was für manchen Fan mehr wert sein dürfte als die größe Explosion. Dabei braucht der Film verhältnismäßig lange, um so richtig "zur Sache" zu kommen. Die geschätzten ersten 25 Minuten sind jedoch keine vertane Zeit, sondern haben durchaus ihre Daseinsberechtigung, da hier die Entfaltung der Charaktere eindringlich und ausführlich vorgenommen wird, so dass später umso mehr Wert auf solide Action-Thriller-Unterhaltung gelegt werden kann. Hier ist das Handwerk des Luc Besson eindeutig erkennbar; viele untalentierte Drehbuchautoren hätten aus dem Film wohl eine inhaltslose Bombast-Orgie ohne charakterliche Tiefe gemacht. Bryan Mills ist kein strahlender Gentleman-Held, sondern ein knallharter Vater, der sprichwörtlich alles tut, um seine Tochter aus den Händern von Menschenhändlern zu bekommen. An dieser Stelle auch ein Lob an Regisseur Pierre Morel, der seine Job ausgezeichnet gemacht hat. Sehr solide und gute Inszenierung mit teilweise schnellen, jedoch nicht wie in den letzten beiden "Bourne" Filmen übertrieben hektischen Schnitten. Man ist immer mitten im Geschehen und bekommt keine Schwindelanfälle bloß vim Zuschauen, wie es sich leider bei vielen neueren Actionern verhält.

Letztendlich bekommt man mit 96 Hours einen überdurchschnittlich guten Action-Thriller der intelligenteren Sorte, der mit einem überragenden Hauptdarsteller und toller Oldschool-Action punkten kann. Kein Meisterwerk, aber durchaus ein starker Vertreter des Genres. Daher gibt es von mir
 
Bewertung:
9/10 (85%)


Bewerte diesen Film:

Trailer
 
Oskar und die Dame in Rosa Trailer01 deutschDevil Trailer 01 deutsch


Forum - Unsere große Community!
 
» Dexter - Season 5
» Bezaubernde Jeannie
» Alien (Prequel)
» Gran Turismo 5
» Der Geburtstags Thread
» Eure Top Kino Movies 2010
» Zuletzt gesehener Film
» Machete Kills Again
» Hall of Fame/Shame Movies
» Hall of Fame/Shame Schauspieler/Regisseure
 

Specials
 
Prince of Persia
Robin Hood
Iron Man 2
Crazies, The - Fürchte deinen Nächsten
Sherlock Holmes
Das Kabinett des Dr. Parnassus
Avatar - Aufbruch nach Pandora
Twilight: New Moon
2012
Pandorum
Inglourious Basterds
Coraline
Harry Potter und der Halbblutprinz
Brüno
Ice Age 3 - Die Dinosaurier sind los

Transformers - Die Rache
Terminator - Die Erlösung
My Bloody Valentine 3D
Star Trek (2009)

Online-Shop (Amazon.de)
 
Wenn Sie unsere Seite unterstützen möchten, dann bestellen Sie doch Ihre "Amazon.de" Artikel in Zukunft direkt über unseren Online-Shop! Die Handhabung ist dabei genauso einfach und bequem wie Sie es von dem Online-Händler gewohnt sind.

Unsere Parner!
 
Jetzt Voten! - MovieNation.de
20th Century Fox
Sony Pictures
all-inkl.com webhosting
Previews, Reviews, Kino News, Film-Lexikon und mehr...
darth-sonic.de - Star Wars Fanseite und Nachrichten Blog
Moviesection.de
Radio Clubbing
   
Batmans.de
CineForen.de
www.filmempfehlung.com - Filmempfehlungen auf www.filmempfehlung.com
Filmmag.de
http://www.gruselseite.com
KingofQueens.ch
MedienvertriebZenkner
Rocketmedias
SEDB.de
StarWars-Chroniken.de - Das Wissensarchiv
 
zurück zum oberen Teil der Seitenach oben
Die Rechte der Bilder & Trailer liegen bei ihren jeweiligen Verlagen. || 2001 - 2008, copyright © Christian Pätzold
 
 
Cross-cult.de