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28 Weeks Later (2007) Kritik | MOVIE-INFOS
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(28 Weeks Later, Großbritanien 2007)

Studio/Verleih: 20th Century Fox Pictures
Regie: Juan Carlos Fresnadillo
Produzent(en): Enrique López Lavigne, Andrew Macdonald, Allon Reich
Drehbuch: Juan Carlos Fresnadillo, Rowan Joffe, Jesús Olmo
Kamera: Enrique Chediak
Musik: John Murphy
Genre: Horror
Darsteller:
Rose Byrne, Robert Carlyle, Idris Elba, Catherine McCormack
 
Inhalt:
Erinnern Sie sich noch an die unheimliche Stille im entvölkerten London in "28 Days Later"?

Sechs Monate nach dem ersten Ausbruch des Killer-Virus "Wut" erklärt die Armee der USA die Krankheit für besiegt und beginnt mit der Neubesiedelung der britischen Insel. Doch unter den Einwanderern in der englischen Metropole ist erneut ein Träger des Virus, die tödliche Krankheit flackert wieder auf - die Apokalypse der Todesepidemie scheint unabwendbar...
 
Kino-Start (D): 30.08.2007
Kino-Start (USA): 11.05.2007
Laufzeit: 99 Minuten
Altersfreigabe: ab 18 Jahren
MI-Score:
9/10 (90%)
 
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Kritik von RickOne (Movie-Infos):
Als vor einigen Jahren das Zombie-Genre neuen Aufwind bekommen hat und durch Filme wie “Resident Evil” und dem “Dawn of the Dead” Remake salonfähig gemacht wurde, war es Danny Boyles “28 Days Later“, der eine ganz eigene Art von Zombiefilm erschuf, ein düsterer, beklemmend realistisch wirkender Endzeitfilm, mit Zombies, die eigentlich gar keine waren, aber dennoch gerne als Zombies bezeichnet werden. Nachdem “28 Days Later” ordentlich Kasse gemacht und weltweit bei Kritikern und Publikum für eine positive Resonanz gesorgt hat, war es beschlossene Sache, das Thema fortzusetzen.
Danny Boyle konnte jedoch nicht erneut das Ruder übernehmen, da er zu dieser Zeit mit dem Film Sunshine beschäftigt war, produzierte die Fortsetzung aber mit.
Auf dem Regiestuhl durfte nun das spanische Talent Juan Carlos Fresnadillo Platz nehmen, was sich als wahrer Glücksgriff erwies. Fresnadillo liefert mit seinem Debut auf dem internationalen Parkett eine hervorragende Leistung ab und konnte mit “28 Weeks Later“ eine würdige, für viele sogar bessere Fortsetzung abliefern, die erneut bei Fans und Kritikern gut ankam und nach dem guten Einspielergebnis ist die Trilogie bereits beschlossene Sache.

Stilistisch bleibt “28 Weeks” dem Erstling treu, erneut wird eine dichte und realistisch wirkende Endzeitatmosphäre geschaffen, die durch Inszenierung und Kameraführung ungeheuer authentisch wirkt, was für zusätzlichen Nervenkitzel sorgt, wenn die Epidemie wieder über die Zuchauer hereinbricht.
Im Gegensatz zu “28 Days” ist “28 Weeks” ein eher geradliniger Horrorfilm geworden. Der Vorgänger machte im letzten Drittel, typisch Danny Boyle, eine Genrewechsel und wurde zu einer Psychostudie, was nicht bei allen gut ankam. Mit “28 Weeks” bekommt man aber wirklich das, was man erwartet, einen packenden, atmosphärischen Film, der wohl zu den besten Fortsetzungen der letzten Jahre gezählt werden darf.

Die Charaktere sind klug gewählt, zwei Kinder, die im Mittelpunkt der Katastrophe stehen, gleichzeitig Grund für Hoffung und Verderben der Menschheit sind, daneben 2 Militärs, welche die Beschützerrolle inne haben. Die Figuren sind nicht nur realistisch und symphatisch gestaltet, sondern werden auch von guten Darstellern aus der zweiten Reihe verkörpert, so darf man sich über Rose Byrne (Troja, Sunshine), Robert Carlyle (Trainspotting, Ganz oder gar nicht) und Jeremy Renner (SWAT) freuen, aber auch die beiden Jungschauspieler liefern eine sehr gute Leistung ab !
Was “28 Weeks” ebenfalls auszeichnet ist die Kompromisslosigkeit und Härte, mit der die Epidemie und das damit verbundene Sterben präsentiert wird. Sowohl beim Dahinscheiden der Charaktere, als auch generell bei den Splattereffekten, demonstriert der Film seine schonungslose Gangart und bleibt dabei stets niveauvoller, als die eher armseligen Torture-Porn Vertreter der aktuellen Welle.
Erwähnenswert ist auch der tolle Score, der jederzeit perfekt zum Look und Charakter des Films passt. Besonders das Musikstück, welches als Haupttheme fungiert, sorgt gleich 3 mal für Gänsehautatmosphäre und darf in keiner gepflegten Soundtracksammlung fehlen.

Überhaupt gibt es nur wenig Dinge, die einem negativ auffallen. Vielleicht ist die Kamera manchmal zu verwackelt, aber dafür funktioniert dieses Stilmittel hervorragend um die Angst und Panik der Protagonisten auf die Zuschauer zu übertragen, nicht wie bei "Das Bourne Ultimatum", wo man den ganzen Film über mit diesem Mittel regelrecht angegriffen wird und es zum reinen Selbstzweck verkommt. Bei “28 Weeks” wird es viel besser dosiert, man lässt die verwackelte Kamera nur auf die Zuschauer los, um temporär den oben beschriebenen Effekt zu erzeugen, was prima funktioniert.
Natürlich gibt es auch einige Logikfehler, jedoch nichts, was im Vergleich zu anderen Horrorfilmen all zu abwegig ist, schließlich ist dies ein Genrevertreter, der vielleicht den Anspruch hat, anspruchsvoller als die direkte Konkurrenz zu sein, aber sicher kein Kandidat für das ausgefeilteste Drehbuch des Jahres sein will.

Fazit: Eine gelungene Fortsetzung, die das Original sogar übertrifft und zum Besten gehört, was der moderne Zombiefilm in den letzten Jahren herausgebracht hat. Genreliebhaber werden genauso begeistert sein, wie Fans des atmosphärischen Endzeitfilms !
 
Bewertung:
9/10 (90%)


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